Nachdem sich die Wintersaison 2011/12 in Saalbach-Hinterglemm dem Ende näherte, suchte ich eine günstige Bleibe in Linz. Dort wollte ich auch ein “Depot” für meine überflüssigen Sachen einrichten, ein Rückzugsort sollte das auch sein, falls wieder mal eine Saisonstelle total in die Hose geht wie 2009 (Beitrag: Das erste mal tut noch weh.) und damit ich näher bei meinem Großvater sein konnte, um ihn so oft wie mir möglich besuchen zu können. Nach fast 3 Jahren in den Bergen war mir wieder etwas nach Stadt. Ich fand via Internet eine kleine, etwas heruntergekommene 1 Zimmer Altbauwohnung, die nicht teuer war und somit auch keine allzu große Belastung darstellte. Der Zustand war ziemlich fertig, alles verdreckt, Wasserflecken hier und da und das Haus in einem ziemlich maroden Allgemeinzustand.
Aber ich war nicht so anspruchsvoll. Hauptsache warm und nicht so teuer – 2/3 des Jahres wollte ich eh nicht drin wohnen – bis ich mir etwas schöneres suchen wollte schraube ich halt die Ansprüche etwas zurück. Aber der Haken an der Sache wird mich bald höllisch am Kragen packen. Als ich nun am 1.April – und das wird kein Scherz, was ich nun erzähle – zur Vertragsunterzeichnung nach Linz fuhr musste ich schon mal stutzen, als ich die Frau der Hausverwaltung Vita sah, fiel mir gleich auf das sie einen grauen Buissenes-Anzug an hatte, an dem überall Hundehaare hefteten. Na ja, was soll’s, das muß ja nichts bedeuten. Aber später passte das ins Bild der gesamten Schlampigkeit die sich noch offenbaren sollte.
Nun wickelten wir das gesamte Prozedere ab, Besichtigung, Übergabeprotokoll (ich habe übrigens nie eines gesehen, dort müssten meine Beanstandungen vermerkt sein). Die Wohnung war sehr verdreckt, Wasserflecken an den Wänden die Kabelverkleidungen am Fußboden bzw. an der Wand waren z.T. herunter gefallen. Aber wie gesagt, ich war genügsam. Ich bestand aber darauf das die Kabelverkleidungen wieder montiert sein müssten und die Flecken beseitigt werden sollten.
Auch schlossen die Fenster nicht korrekt, so das erheblicher Straßenlärm herein drang. Ich habe Frau Paier gebeten, diese Mängel zu beseitigen – fast gar nichts passierte. Nun sollte ich die Schlüssel bekommen und musste Maklergebühr (€ ….) und die Kaution (€ ….) in bar übergeben. Es fehlte mir aber ausreichend Bargeld und wollte deshalb zum Geldautomaten um noch den Rest abzuheben. Ich erfuhr erst jetzt, das ich von meinem DE-Konto nur maximal 400 Euro pro Tag abheben könnte. Nun gut das sollte doch kein Problem sein – ich hab’ halt den Rest einfach am nächsten Tag per Online-Banking überwiesen – so what. Frau Paier wollte mir aber die Hausschlüssel erst nach Zahlungseingang übergeben (weil ich so ein zwielichtiger Typ war und diese tolle Wohnung wahrscheinlich zwischen vermietet hätte – ha….) – anyway. Sollte auch nicht schlimm sein, da ich eh erst 1 Woche darauf wirklich einziehen wollte. Aber wenigstens wollte ich schon mal den Rucksack mit Sachen die ich schon aus der Saison in Hinterglemm mitgeschleppt hatte und einige Neuanschaffungen für den Einzug in der Wohnung deponieren. Die Wohnung war meine, der Vertrag war unterschrieben, fast alles bezahlt, die Schlüssel in der Obhut “meiner” Hausverwaltung – also warum nicht- was soll da schief gehen? Bevor ich dann die Wohnung verließ benutzte ich die Toilette und musste feststellen, das wieder Probleme auftauchten, im wahrsten Sinne des Wortes. Das Klo war komplett verstopft. Ich wurde langsam etwas ungehalten – nun beschwerte mich aber bei Frau Paier und verlangte das dies umgehend zu beheben sei – bis ich am 7.4. , der Zeitpunkt an dem ich dann wirklich einziehen würde.
Nun begann das Drama – der Diebstahl und die darauf hin unglaublich, unverschämten Reaktionen der Vita.
Froh und unbekümmert kam ich am 7. April in Linz an – endlich die eigenen vier Wände nach etlichen Personalzimmern bei den Saison-Betrieben. Ich bekam wie abgemacht die Schlüssel und betrat die Wohnung.
So gleich kontrollieren, das WC wurde ausgetauscht, die Wasserflecken waren immer noch an der Decke und den Wänden…hmmm, die Kabelverkleidung waren wieder befestigt, aber ziemlich dilettantisch und provisorisch – einmal scharf angeblickt und die fallen wieder runter. Ich wollte mir aber den ersten Tag meines Einzugs nicht trüben lassen…… aber was musste ich dann erschrocken feststellen, einige Dinge die ich für die neue Wohnung gekauft habe, wie Vorhängeschloss, Bettwäsche, Schaufel und Besen etc. waren nicht mehr auffindbar. Ich hatte dies alles in den Küchenschränken deponiert. Am kommenden Werktag, gleich in der Früh mit der Vita Hausverwaltung in Verbindung und wollte eine Erklärung wie es sein kann das Sachen aus meiner Wohnung verschwinden können, obwohl sie ja die Schlüssel in Verwahrung hatten. Da fing es schon gleich mit der Abwiegelung und der Ignoranz an. Ich dachte nicht an eine Fahrlässigkeit, sondern das es Arbeiter der Sanitärfirma waren.
Die Vita, bzw. Frau Paier verneinte dies vehement mit der Aussage, das sie schon Jahre mit der Firma zusammen arbeiteten und absolut ausschließen könne, das von denen einer etwas aus der Wohnung entwendet (Würde sie sich für den positiven Leumund der Arbeiter auch den kleinen Finger abhacken?). Da kam mir schon eine leise Ahnung, das das ja wohl nur bedeutet sollte das ich ein Lügner sei und den Schaden nur vorgetäuscht habe. Ich wischte aber die Bedenken beiseite, da ich dies doch nicht für möglich hielt und darauf hoffte das sich die Vita schon darum kümmern würde……. was auch sonst sollte ich erwarten, wenn ich in meiner Wohnung bestohlen worden war und dies mit Schlüsseln, die in der Obhut der Hausverwaltung waren! Kurze Zeit später dann habe ich den gesamten Schaden entdeckt. In weiteren Schränken hatte ich fast meine gesamte Sportausrüstung für den Sommer, mit nagelneuen Fahrradjacken, Fahrradbrillen, Zubehör etc. gelagert. Auch das war alles weg!
Es kam der komplette Worst-Case zustande.
Nach dem ich fast eine Woche darauf gedrungen habe, das erst einmal zur weiteren Gefahrenabwendung ein neues Schloss eingebaut wird, passierte rein gar nichts von Seiten der Vita! Es war ja theoretisch nicht auszuschließen, das unter den “schlafenden” Augen der Hausverwaltung, die Vormieter mehrere Schlüssel besaßen und diese nicht vollständig zurück gegeben haben. Aber nein, die Vita, in Person der Chefin Frau Schuller entgegnete mir frech, ich sollte mir doch gefälligst selber ein Schlossen kaufen und dies einbauen lassen – nach Auszug dürfte ich das Schloss dann auch gerne wieder mitnehmen – unglaubliche Arroganz.
Halten wir die theoretischen Möglichkeiten mal fest:
- Ein Mitarbeiter der Vita Hausverwaltung hat die Sachen entwendet.
- Ein Mitarbeiter der Sanitärfirma war es.
- Die Vormieter haben sich noch einmal Zugang verschafft, obwohl Frau Paier aussagte das keine weiteren Schlüssel existieren.
- Oder die wahrscheinlich unwahrscheinlichste Variante: die Wohnung wurde von obigen offen gelassen, von Unbekannten ausgeräumt und dann wieder verschlossen!! (Das glaubt bzw. schrieb die Polizei der Einfachheit halber in ihren Bericht, so das der Fall gegen Unbekannt geht und so schnell ad Acta gelegt werden kann.)
Dabei gebe es schon noch gravierende Ungereimtheiten:
Wer hat den Verstopfungsschaden begutachtet bzw. darauf hin die Sanitärfirma beauftragt? Diese Person hat vermutlich anfänglich versucht die Verstopfung selbst mit Hilfe einer Wasserschüssel zu beseitigen. Dort wo sich diese Schüssel befand, waren auch meine Sachen gelagert.
Wer hat die Kabelverkleidung wieder befestigt? Dieselbe Person die die Verstopfung begutachtet hat und die Firma beauftragt hat.
Aber wenn man wie die Polizeibeamten nach dem Ortstermin lieber noch minutenlang mit den anderen Parteien lachend und sich amüsierend vor dem Haus steht, dann können einem obendrauf schon auch noch Zweifel an der Ernsthaftigkeit bzw. an der Objektivität der Ausforschung kommen.
Einige werden sich denken, was für ein Kleinkram der ganze Fall. Aber wenn man den Verlust von ca. 700 Euro verkraften muß, ist das schon keine Kleinigkeit mehr. Was mich dann aber mehr wurmt, wenn dazu kommt das man selber verdächtigt wird das alles inszeniert zu haben – was für eine lächerliche Vorstellung. Und zu guter Letzt die unglaubliche Arroganz und den fehlenden Anstand der Vita Hausverwaltung bzw. von Frau Schuller erleben muß und dies darin gipfelte, das mir auch noch angedroht wird mich zu verklagen, wenn ich meinen Mund nicht halte, der versteht das einem der Geduldsfaden reißt und es schwer ist die Wut und Enttäuschung zu unterdrücken. Dazu kommt noch das alle oben genannten Varianten nicht ernsthaft untersucht wurden und sich damit die jeweiligen Protagonisten sich entspannt zurück lehnen können und sich ins Fäustchen lachen. Was man unter dem Strich wieder erfahren muss ist, das nur der Recht bekommt, der sich teure Verfahren leisten kann und Rechtskosten nicht scheuen muss. Bin ich doch Bürger 2. Klasse? Wird die Exekutive überhaupt ernsthaft tätig gegen vermeintliche seriöse Firmen (O-Ton: “Glauben Sie etwa von einer Hausverwaltung stiehlt jemand etwas?”) und wie oft haben uns bzw. die Bürger denn Banker und Broker um Milliarden betrogen? Genau darauf konnte die Vita spekulieren.
Deshalb möchte ich wenigstens auf diesem Wege sagen: seid euch dessen bewusst, das ihr mit der Vita Hausverwaltung auch im begründetem Schadensfall und wenn ihr Recht habt, auf der Verliererstraße landen könnt. Erwartet bloß nicht Anstand, Gleichberechtigung oder das jemand Verständnis zeigt und euch geholfen wird – die Zeiten sind vorbei. Man muss blechen, wird dabei noch verhöhnt und genötigt den Mund zu halten. Nicht mit mir!













